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Abschreibungen

Methoden bei der planmäßigen Abschreibung von Sachanlagen über 1.000 Euro

FiRST-SERViCE GmbH / Kelkheim AbschreibungenAbschreibungen stellen wirtschaftlich Wertminderungen der Anlagen dar - ganz gleich, ob es sich um unbewegliche oder bewegliche Vermögensgegenstände handelt, zum Beispiel Betriebsgebäude oder Maschinen. Gründe hierfür können sein: Der gewöhnliche Gebrauch, der technische Fortschritt, der Wandel des modischen Geschmacks (etwa der mit den Anlagen hergestellten Erzeugnisse) oder außergewöhnliche Ereignisse (zum Beispiel Schadensfälle).

Sie vermindern als Aufwendungen den Gewinn und die von ihm abhängigen Steuern (etwa Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer).

Das Gesetz sowie die einschlägigen Ordnungsmäßigkeitsregeln sehen im Allgemeinen planmäßige Abschreibungen vor. Sie können nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen werden. Anlagevermögen, dessen Leistung nachweislich erheblich schwankt, kann zusätzlich nach der Leistung abgeschrieben werden.

Handelsrechtlich sind alle drei Methoden zulässig, während steuerrechtlich für bewegliche Wirtschaftsgüter, die ab dem 01.01.2011 angeschafft oder hergestellt worden sind, die degressive Abschreibungsmethode nicht mehr zulässig ist (diese degressive Methode wird deshalb im folgenden nicht weiter beschrieben). Für Gebäude ist diese Abschreibungsmethode jedoch nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften weiterhin zulässig, allerdings in Höhe der dort genannten Abschreibungssätze.

 

Bei der linearen Methode wird jährlich für die Dauer der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ein gleichbleibender Betrag von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgeschrieben, so dass sich jeweils ein verminderter Restbuchwert ergibt. Der Abschreibungsbetrag ist ein Jahresbetrag und wird ermittelt, in dem die Anschaffungskosten durch die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer dividiert werden (z.B. bei Anschaffungskosten von 120.000 Euro und einer 6-jährigen Nutzungsdauer ergibt sich ein jährlicher Abschreibungsbetrag von 20.000 Euro). Bei unterjähriger Anschaffung oder Herstellung kann sich somit für das erste Nutzungsjahr auch ein Abschreibungsbetrag ergeben, der betragsmäßig geringer ist als ein Abschreibungsbetrag für ein ganzes Jahr.

Am Ende der Nutzungsdauer wird der Vermögensgegenstand handelsrechtlich und das Wirtschaftsgut steuerrechtlich, wenn und so lange das Anlagegut noch weiterhin im Betrieb genutzt wird, mit einem Erinnerungswert von 1 Euro in den Anlagebüchern des Unternehmens geführt.

 

FiRST-SERViCE GmbH / Kelkheim AbschreibungenAnlagevermögen, dessen Leistung nachweislich erheblich schwankt (etwa ein LKW, der im Laufe seiner gesamten Nutzungsdauer je nach der auftragsweisen Beanspruchung unterschiedlich eingesetzt wird), darf nach den sich ergebenden Leistungseinheiten abgeschrieben werden. So betragen die Anschaffungskosten für einen LKW etwa 150.000 Euro und sein gesamtes Leistungsvermögen vielleicht 750.000 km. Mithin wäre jeder Kilometer mit einem anteiligen Betrag von 0,20 Euro belastet (150.000 Euro dividiert durch 750.000 km). Würde dieser LKW im ersten Jahr beispielsweise 60.000 Kilometer gefahren sein, so beliefe sich der Abschreibungsbetrag auf 60.000 Kilometer x 0,20 Euro je km, mithin auf 12.000 Euro, im folgenden Jahr bei einer Kilometerleistung von vielleicht 20.000 Kilometer würde er 4.000 Euro betragen.

Die gleiche Berechnungsart würde sich in den Folgejahren bis zum Erreichen des gesamten Nutzungspotentials von 750.000 Kilometern ergeben, jedoch jeweils nach Maßgabe der nachgewiesenen Jahresleistung.

 

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