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Rentabilitätskennziffern

FiRST-SERViCE GmbH / Kelkheim RentabilitätDie Rentabilitätskennziffer stellt wie nahezu jede Kennziffer eine Beziehung zwischen mindestens zwei Bezugsgrößen her. Im Allgemeinen sind dies eine Erfolgsgröße und eine dazu sinnvolle Bezugsgröße. Die Beziehung wird üblicherweise so hergestellt, dass die Erfolgsgröße durch die Bezugsgröße dividiert wird. Die sich daraus ergebende Dezimalzahl wird dann in der Regel als Prozentzahl (also multipliziert mit 100) ausgedrückt und schließlich (als Strukturkennziffer) inhaltlich gewürdigt.

Dem kaufmännisch oder betriebswirtschaftlich geschulten Kenner obliegt es nun, die jeweiligen Bezugsgrößen inhaltlich genau zu bestimmen, zu ermitteln und dann jeweils in Beziehung zu einander zu setzen.

Als Erfolgsgröße kommen zum Beispiel klassische Umsatz- oder Gewinngrößen in Betracht. Diese Größen müssen allerdings nicht zwangsläufig nur das gesamte Unternehmen umfassen, sondern können sich beispielsweise auch auf Teile davon beziehen. So zum Beispiel auf bestimmte Standorte, Waren, Produktgruppen oder auch auf bestimmte Mitarbeiter oder Teams, usw. Je nach Anforderung an die zu bildende Rentabilitätskennziffer sind insoweit die speziellen internen Kenntnisse der damit beauftragten Fachkraft gefordert.

 

In der gleichen Weise gilt dies auch für die Größe „unter dem Bruchstrich“, also die sinnvolle Bezugsgröße. Grundsätzlich kommen für die Auswahl oder die „Herstellung“ dieser Größe vielfältige Überlegungen in Betracht. Das wichtigste Merkmal hierfür ist die Frage nach der Aussagekraft dieser Größe. Ist es etwa sinnvoll, den Umsatz (als Erfolgsgröße „im Zähler“) zum Gesamtumsatz der Unternehmung in Bezug zu setzen oder zum dafür eingesetzten (verwendeten) Kapital (gleich, wie differenziert dies wiederum definiert würde)? Wäre es nicht vielleicht in einem konkreten Fall besser, den Umsatz auf die Quadratmeter Hallenfläche oder Regalfläche zu beziehen, mit der dieser Umsatz erzielt wird bzw. erzielt werden könnte (wie vielfach im Handelsbereich angewendet)?

Sie sehen, die Rentabilitätskennziffer schlechthin, allen Anforderungen genügend, unabhängig von zum Beispiel Betriebsgröße, Branche, Standort, Wirtschaftszweig, usw. gibt es nicht und darf es ganz allgemein gesprochen auch nicht geben.

 

Hinzu kommen noch weitere Gesichtspunkte, die den Kenner von dem nur oberflächlich Informierten unterscheidet: Kommen für diese Größen, also Erfolgs- und Bezugsgröße/n, aktuelle Stichtagsgrößen oder Durchschnittsgrößen in Betracht?

Und falls Durchschnittsgrößen, wie sind die jeweiligen Durchschnitte definiert: Etwa arithmetische, gleitende, gewogene Durchschnitte? Und um schließlich noch eine weitere wichtige Differenzierungsstufe zu erwähnen: Handelt es sich bei den auszuwählenden Größen um Vergangenheits- oder Planwerte? Und wenn etwa Planwerte ausgewählt werden (sollen), um welche Art von Planwerten handelt es sich? Ein Planwert basiert immer auf einem Mengen- und einem Wertgerüst. Für die konkrete Auswahl ergeben sich allein hieraus wiederum drei verschiedene Fragestellungen:

1. Werden bisherige Mengen auch zukünftig angenommen und „nur“ mit zukünftigen Preisen bewertet?

2. Werden davon abweichende Mengen zukünftig angenommen und mit „bisherigen“ Preisen bewertet?

3. Werden zukünftige Mengen mit zukünftigen Preisen bewertet?

Sie sehen, auf den ersten Blick ist eine scheinbar verwirrende Zahl von Rentabilitäten möglich. Dem ist nichts hinzuzufügen!Gleichwohl obliegt es der beauftragten Fachkraft, ob nun in leitender Position oder nicht, sich in diesem „Dickicht“ zurecht zu finden und eine zieladäquate Auswahl nach pflichtgemäßen Ermessen zu treffen.

 

Und ganz zum Schluß ist noch darauf hinzuweisen, dass der Anlaß zur Bildung von Rentabilitätskennziffern im betrieblichen Alltag nicht nur einmal oder nur wenige Male gegeben ist, sondern es sich dabei um eine immerwährende Verpflichtung handelt.

Dies bedeutet, dass sichergestellt werden muß, dass zu unterschiedlichen Zeiten und eventuell sogar mit verschiedenen Mitarbeitern (und alles in angemessener Bearbeitungszeit) sowohl in methodischer wie auch in inhaltlicher Sicht vergleichbare und aussagekräftige Kennziffern zur Verfügung gestellt werden können.

Dies gelingt letztlich nur mit einem automatisierten und standardisierten jeweils aktuellen Berichtssystem (Reporting).

 

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